Mehr Sicherheit bei Schönheits-OP
Patientenpass ein Meilenstein in der Beauty-Chirurgie?
Ob Waschbrettbauch, Faltenbehandlung, knackiger Po oder ein wohlgeformter Busen, Schönheitsoperationen sind nach wie vor angesagt. Doch wie können Interessierte seriöse Anbieter von unseriösen unterscheiden? Die Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschlands (GÄCD) bietet mit der Einführung des Patientenpasses ein mögliches Konzept an.
Menschen, die ihr Äußeres verschönern oder verjüngen wollen, haben große Auswahl. Die Schönheitschirurgie expandiert unaufhörlich. Leider tummeln sich auch viele unseriöse Anbieter auf dem Markt, die für diese Art von Eingriffen nicht genügend ausgebildet sind oder die aus Geldgier minderwertige Materialien verwenden. Und leider gehen auch immer noch viele Interessenten viel zu unvorsichtig mit ihrem Körper um. Sie liefern sich den Scharlatanen aus, ohne sich vorher über Behandlungsmethoden und eingesetzte Materialien zu informieren. So wüssten beispielsweise bis zu 70 Prozent der Patienten mit Faltenunterspritzungen nicht, welcher Filler ihnen gespritzt worden sei, mahnt der Präsident der GÄCD Prof. Heinz G. Bull an.
Doch im Falle von offensichtlichem Pfusch und Komplikationen hat der Patient das Nachsehen und neben dem körperlichen Schaden meist auch keine Change auf Schadenersatz. Dies könnte sich möglicherweise bald ändern. In Sachen Sicherheit bei Schönheits-OPs hat die GÄCD eine Vorreiterrolle eingenommen und den so genannten Patientenpass eingeführt. Der Patientenpass ist für Arzt wie auch Patient ein großer Gewinn", erläutert Bull, Mit ihm [Ersetzung durch die Redaktion] ist es für Arzt und Patient möglich, Eingriffe mit Namen und Stempel des Arztes festzuhalten. Somit ist immer nachvollziehbar, welcher Eingriff vorgenommen wurde und vor allem mit welchen Materialien."
Das hat viele Vorteile. So kann mithilfe solcher Pässe unseriösen Anbietern das Handwerk gelegt werden und auch im Falle von eingetretenen Komplikationen oder bei normalen Folgebehandlungen sind sie sehr nützlich. Dem behandelnden Arzt liegen dann alle Informationen, die er zur Weiterbehandlung benötigt, auf einen Blick vor.
Prof. Bull zufolge beteiligen sich mittlerweile vier Firmen, die hochwertige Filler herstellen, an der Aktion und stellen Ärzten die entsprechenden Pässe zur Verfügung. Er fordert, dass der Patientenpass in ganz Deutschland die Norm werden sollte.






