Weiterbildung bei Chirurgen
Fachgesellschaften diskutierten über effektive Weiterbildung
Beim Workshop Strukturen der Weiterbildung in der Chirurgie 2006" im April in Berlin, diskutierten die chirurgischen Fachgesellschaften und Berufsverbände über Struktur und Organisation einer bundeseinheitlichen Weiterbildung für Ärztinnen und Ärzte.
In welche Richtung es gehen sollte, darüber war man sich einig: Unser Ziel ist die einheitliche Weiterbildungsordnung für ganz Deutschland", sagten der Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen (BDC) Professor Michael-Jürgen Polonius sowie Dr. Hans Hellmut Koch, Vorsitzender der Weiterbildungsgremien der Bundesärztekammer.
Eine gute Weiterbildung bei Chirurgen ist das A und O einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung. Es ist wichtig, dass alle Ärztinnen und Ärzte in Deutschland nach denselben Kriterien weitergebildet werden und dass ein Stellenwechsel zwischen den Bundesländern problemlos möglich ist. Für unsere Patienten muss sichergestellt sein, dass überall dieselben Standards gelten", betonte Professor Michael-Jürgen Polonius.
Die ständige Überprüfung der Weiterbildungsstätten, der Ausbilder und der Weiterzubildenden ist dabei besonders wichtig. Die Einführung von Logbüchern, die zu einer kritischen Betrachtung chirurgischer Weiterbildungsmaßnahmen einladen, wurde daher von Polonius besonders begrüßt. Dieses Logbuch begleitet die gesamte Weiterbildung. In ihm werden alle Phasen der Weiterbildung dokumentiert, die Anzahl der erforderlichen Operationen festgehalten und Prozeduren sowie vermittelte Kenntnisse und Fertigkeiten verzeichnet. Besonders positiv hob Polonius das einmal jährlich zwingend vorgeschriebene Mitarbeitergespräch zwischen Weiterbilder und Assistenzarzt hervor. In diesem Gespräch wird der tatsächliche Stand der Weiterbildung offen erörtert. Sowohl Assistent als auch Ausbilder erhalten dadurch ein motivierendes Feedback.
Die gemeinsame Weiterbildungskommission der chirurgisch-wissenschaftlichen Gesellschaften planen nun ein Ver-zeichnis empfohlener Weiterbildungsstätten herauszugeben, dass den jüngeren Kollegen als Orientierung dienen soll.
An der gemeinsamen Tagung nahmen die Bundesärztekammer (BÄK), der Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC), der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie (BVO) und der deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGC) teil.






