Krampfadern Wie man ihnen zuvorkommt
Neben Naturheilmitteln helfen auch operative Eingriffe
Es gibt viele Gründe, warum sich Venen zu Krampfadern entwickeln: Bei einem bewegungsarmen Lebensstil besteht die Gefahr, dass das Blut in die Beinmuskeln zurücksackt. Aber auch Dauerstehen oder langes Sitzen belasten die Venen. Und wenn eine familiäre Veranlagung zu Krampfadern vorliegt, steigt die Wahrscheinlichkeit selbst daran zu erkranken. Außerdem vergrößert jedes Pfund Übergewicht das Krampfader-Risiko.
Neben ausreichender Bewegung und gesunder Ernährung mit viel Gemüse und Obst, können Naturheilmittel und schonende Operationstechniken Abhilfe bei Krampfadern leisten. Bei den Naturheilmitteln fördern so genannte Rutoside die Durchblutung und wirken abschwellend. Ihre Spannkraft erhalten die Venen durch Saponine aus Rosskastanien und Mäusedorn, Cumarine stärken die Blutgefäße. Auch Auszüge aus roten Weinblättern helfen, Gewebswasser aus dicken" Beinen zu schwemmen. Darüber hinaus können Kompressionsstrümpfe tagsüber Entlastung bringen.
Krampfadern lassen sich veröden
Ein weiterer Schritt in der Behandlung von Krampfadern ist deren Verödung in der Fachsprache Sklerosierung" genannt. Hierbei wird ein Verödungsmittel in die Vene gespritzt. Das führt zu einer harmlosen Entzündung und in den meisten Fällen zum dauerhaften Verschluss. Direkt im Anschluss an die Verödung sollte ein Kompressionsverband angelegt werden. Je nach Ort und Größe der Krampfadern kann die Kompressionsbehandlung bis zu mehreren Wochen notwendig sein.
Sollte der Schweregrad der Krampfadern eine Operation notwendig machen, ist dies kein Grund zur Besorgnis. Denn die Operationstechniken werden immer schonender. Beim so genannten Kältestripping" genügt ein kleiner Schnitt an der Leiste um die Krampfader mit einer Kältesonde anzufrieren und herauszuziehen. Bei der Radiowellentherapie wird eine Punktion, nur in besonderen Fällen ein kleiner Hautschnitt, über dem Knie oder am Fußknöchel durchgeführt, um einen Katheter einzuführen. Mittels Radiowellen wird dann die Venenwand erhitzt und das Gefäß schrumpft. In einem weiteren Verfahren dem so genannten TriVex-System - werden die Krampfader mit einer Lichtsonde gesucht und über zwei bis drei winzige Hautschnitte abgesaugt.






