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Wie sicher ist Fettabsaugen?

Liposuktion wird immer schonender

Die Fettreduktion am Bauch war lange Zeit ein chirurgischer Eingriff mit Vollnarkose und relativ großer Narbe. Heute kommen die meisten ästhetischen Eingriffe zur Fettreduktion fast ohne Skalpell aus. Für die Sicherheit des Patienten spielt die Narkose eine entscheidende Rolle. Auf dem neuesten Stand der Technik ist die so genannte Tumeszenzlokalanästhesie.

Immer wieder gibt es Berichte über Komplikationen oder sogar Todesfälle nach einer Liposuktion. "Eine Fettabsaugung ist kein Bagatelleingriff, den man mal eben vornehmen lassen kann. Es ist für den Patienten nur dann risikoarm, wenn der behandelnde Arzt sich an bestimmte medizinische Regeln hält", gibt Dr. Gerhard Sattler, Vorstandmitglied der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD) zu bedenken. Für die Sicherheit des Patienten spielt die Narkose eine entscheidende Rolle

Risikominimierung durch Tumeszenzlokalanästhesie

Auch wenn es für viele eine unheimliche Vorstellung ist, während der Operation wach zu sein, so wird in den allermeisten Fällen von einer Vollnarkose abgesehen. Liposuktionen werden heute unter lokaler Betäubung durchgeführt - der so genannten Tumeszenzlokalanästhesie (lat. tumescere: anschwellen). Beim Vorgang des Fettabsaugens besteht das Risiko, dass innere Organe durch die Absaugkanüle verletzt werden. "Dieses Risiko tendiert bei der Tumeszenzlokalanästhesie gegen null, weil der Patient bei Bewusstsein ist und sofort Rückmeldung an den behandelnden Arzt geben kann, denn solche operationsbedingten Verletzungen sind natürlich schmerzhaft", erklärt Dr. Sattler. US-amerikanische Studien können das belegen: Unter einer Tumeszenzlokalanästhesie traten so gut wie nie Komplikationen auf. Das Risiko für den Patienten wird so minimiert. Auch das Behandlungsresultat verbessert sich.

Für die Operation ist es zudem förderlich, wenn der Patient Rückmeldung geben kann. Denn: Während des Eingriffes können Umlagerungen notwendig werden, die nur selbstständig vom Patienten im Wachzustand durchgeführt werden können.

Schmerzfreier Eingriff

Doch keine Angst, der Eingriff an sich bleibt für den Patienten schmerzfrei: Die Lokalanästhesie wird mittels der Tumeszenzlösung in den Körper eingebracht. Zusätzliche anästhesiologische Hilfestellung mit einer mini-dosierten Dämmerschlafdosis garantiert darüber hinaus völlige Schmerzfreiheit während des Eingriffs. Das Einleiten der Lösung dauert etwa eine Stunde und dann muss noch ca. eine halbe Stunde gewartet werden, bevor die Wirkung vollständig einsetzt. Erst jetzt kann der Absaugvorgang eingeleitet werden.

Die Behandlung sollte immer in Anwesenheit eines Anästhesisten erfolgen. Nur so ist die Fettabsaugung sicher und praktisch komplikationslos für den Patienten.
(BSMO/fm)

Quelle: Nach Informationen der GÄCD


Autor: BSMO Redaktion
Stand: 08-01-2004



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