Liposuktion - Körperformung, Bodyforming
Wissenswertes über die Fettabsaugung
Nach einer entsprechenden Vorbereitung wird Fettgewebe mit unterschiedlichen Kanülentechniken aus dem Körper herausgeleitet, welches entweder zu viel oder teilweise krankhaft verändert vorhanden ist. Vorteil dieses Eingriffs: Es sind keine langen Schnitte nötig, deshalb bleiben kaum Narben zurück.
Wann ist eine Liposuktion für mich das Richtige?
Eine Liposuktion ist ein Eingriff für einen gesunden Menschen hinsichtlich seiner Kreislaufstabilität und seines allgemeinen körperlichen Wohlbefindens. In solchen Fällen führt der Chirurg die Liposuktion in den allermeisten Fällen gefährdungsfrei durch. Ob die Fettabsaugung tatsächlich für den einzelnen Patienten die richtige Maßnahme ist, wird in einem Aufklärungsgesprächs mit dem Arzt besprochen.
Wann sollte ich mich besser nicht für die Liposuktion entscheiden?
Einer Liposuktion widerspricht eine körperliche Abgeschlagenheit und Niedergeschlagenheit sowie akutes Krankheitsgefühl, so dass man eine solche Maßnahme lieber verschieben sollte. Man sollte den Eingriff nicht durchführen, wenn man sich über das geplante Vorgehen noch nicht im Klaren ist und gefühlsmäßig mit sich ringt oder am Zaudern ist. Bei Gerinnungsstörungen und unklaren allergischen Reaktionen sollte der Patient auf diese Operation verzichten.
Was kann ich mit der Liposuktion erreichen?
Im Gegensatz zur Diät werden bei der operativen Entfernung von Fettgewebe die Stammzellen aus dem Gewebe herausgelöst. Durch die hierbei entstehende Wunde erfolgt eine Wundheilung mit dem dann sich zwangsweise ausbildenden Narbengewebe. Dieses ist der Stützapparat der Haut, die sich dementsprechend, wie die Liposuktion durchgeführt wird, umkonfiguriert. Das heißt: Haut wird nicht weggeschnitten, sondern sie schrumpft sich aufgrund der veränderten Unterhautgewebe-Verhältnisse von alleine zurecht.
Was passiert bei der Liposuktion genau?
Zunächst wird mit dem Patienten die Operationsplanung besprochen und er wird zur Betäubung vorbereitet. Mittels einer Infiltrationspumpe laufen mehrere Liter Flüssigkeit in das Zielareal hinein, bis es zu einer wassermelonenartigen, prallen Füllung des Unterhautfettgewebes kommt. Danach ist das Gewebe stabilisiert. Trotz dem Aufhängeapparat, welcher die Haut von innen festhält. Mittels einer entsprechenden Kanülentechnik wird nun Fettgewebe aus dem Unterhautgeweberaum herausgeleitet. Postoperativ werden die Zugangsstellen nur zugeklebt und ein Kompressionsmieder für eine Woche angelegt. Die Drainage nach dem Eingriff erfolgt durch die Schwerkraft und spült hierbei durch die Zugangsstellen, am unteren Pol des Behandlungsgebietes, das Hämatom wieder hinaus. Diese Drainage ist für zirka 24 Stunden zu beobachten.
Wird der Eingriff ambulant durchgeführt oder ist ein Klinikaufenthalt erforderlich?
Eine Liposuktion wird in vielen Fällen ambulant durchgeführt. Eine postoperative Nachbetreuung ist jedoch in jedem Fall anzuraten. Durch heraustretende Flüssigkeiten ist eine kurze Nachsorge in der Klinik oder im klinikähnlichen Umfeld für einen Tag sinnvoll.
Erfolgt der Eingriff unter Vollnarkose?
In den allermeisten Fällen sollte von einer Vollnarkose abgesehen werden. Sie verbietet die Korrespondenz mit dem Patienten während des Eingriffs, so dass keine Äußerung und Kommunikation zwischen Patienten und dem Operateur stattfinden kann. Des Weiteren ist die Umlagerung nur selbstständig von dem Patienten in einem Wachheitszustand durchzuführen. Speziell hierbei sind die Lagerungstechniken von ganz besonderer Wichtigkeit. Die Lokalanästhesie wird mittels der Tumeszenzlösung in den Körper eingebracht, zusätzliche anästhesiologische Hilfestellung mit einer mini-dosierten Dämmerschlafdosis garantiert völlige Schmerzfreiheit während des Eingriffs.
Wie bereite ich mich am besten auf die Operation der Liposuktion vor?
Die Liposuktion ist zu einer überschaubaren und gut verträglichen Operationsmethode mit minimalen Risiko geworden. Aus diesen Gründen sollte einer Fettabsaugung nicht mit zu großer, übersteigerter Angst entgegengeblickt werden. Vernünftig ist, sich pro Behandlungstag nicht zu viel auf einmal vorzunehmen und den Eingriff überschaubar zu halten. Mehrere Einzelschritte sind sicherlich erfolgreicher als ein großer Rundumschlag, der nicht im Detail optimal sein kann.
Was muß ich bei einer Liposuktion beachten?
Es sollte ein Kompressionsmieder für die Dauer von ein bis zwei Wochen getragen werden, die Anwendung kann selbstverständlich auch im Bedarfsfall länger sein. Körperliche Schonung sollte zum Teil eingehalten werden, Patienten mit absolutem Wohlbefinden haben hier jedoch kein Verbot, körperlichen Aktivitäten postoperativ direkt nachzugehen. Sportliche Aktivitäten sollten für ein bis zwei Wochen reduziert werden.
Welche Risiken gehe ich bei einer Liposuktion ein, welche Komplikationen können auftreten?
Die mannigfaltigen Komplikationen, von den letzten 20 Jahren reichhaltig bekannt, sind unter der heutigen Operationstechnik weit gehend vermieden worden. Leichte Hautunregelmäßigkeiten und insbesondere niedriges Narkoserisiko sind die wesentlichen Grundrisiken, die hier genannt werden müssen. Ebenso ist nach der Operation ein dysästhetisches Gefühl im Bereich der abgesaugten Hautareale durchaus typisch, dies geht jedoch ohne weitere Behandlung von alleine zurück.
Muss ich später noch einmal zum Arzt?
Eine enge Zusammenarbeit mit dem Arzt Ihres Vertrauens sollte auch nach dem Eingriff beibehalten werden. Er kennt den Patienten am besten, steht Rede und Antwort bei Fragen. Eine Kontrolle findet üblicherweise nach ein bis zwei Wochen statt. Nach drei bis vier Monaten wird eine kosmetische Kontrolle fällig, da nach dieser Zeit der Punkt der maximalen Hautschrumpfung eintritt und somit das Ergebnis besonders gut beurteilt werden kann.
Kann eine Liposuktion rückgängig gemacht werden?
In diesem Falle muss die Frage leider verneint werden, denn bereits einmal abgesaugtes Fettgewebe wird nicht mehr nachwachsen. Insofern liegt in dieser Frage auch das Risiko der Liposuktion insbesondere bei schlanken Patienten. Wenn eine verunglückte Operation Verwachsungen herbeiführt, dann werden sich diese Narben im weiteren Verlauf unter der Haut nicht mehr zurückbilden. Somit kommt dem Ersteingriff eine sehr hohe Bedeutung zu und wiederholte Eingriffe können alte bestehende Narbenverziehungen trotzdem nicht lösen.
Kann oder sollte ich eine Liposuktion auch mehrmals machen lassen?
Bei normalem Wundheilungsverlauf ist die Behandlung einer Körperzone mehrmals ohne weiteres möglich. Es gibt hier die 70-Prozent-Regel, die besagt, dass bei einer schonenden Absaugung zirka 70 Prozent des bestehenden Fettgewebes in einem Geweberaum durch die Absaugung entfernt wird. Wenn man nach einem Jahr das gleiche Areal wieder besaugt, dann werden sich von den verbliebenen 30 Prozent Stammfettzellen wiederum 70 Prozent entfernen lassen, das würde also quasi 21 Prozent bedeuten. Und nach einem weiteren Jahr kann man die Haut und den Befund ein drittes Mal schrumpfen, so dass nach drei Sitzungen im Rahmen der 70-Prozent-Regel ungefähr 97 Prozent des Fettgewebes entfernt ist. Damit führt die wiederholte Reduktion zu einer drastischen Veränderung und Verringerung der Hautausdehnung und -oberfläche. Es wird also Haut reduziert mittels Schrumpfung im Rahmen der Wundheilung, ohne dabei Haut mittels Ausschneidung zu entfernen.






