Haartransplantation - Eigenhaarwurzelverpflanzung
Umverteilung gesunder und niemals von Haarausfall bedrohter Haarwurzeln in ehemals behaarte Gebiete mittels moderner Mikrochirurgie und Laser
Wann ist eine Eigenhaartransplantation/ Eigenhaarwurzelverpflanzung für mich das Richtige?
Kahle Stellen werden mit eigenen Haarwurzeln und völlig natürlich wirkendem Haar aufgefüllt. Damit sieht der Betroffene wieder jünger aus, sein natürlicher Kopfschmuck, sein Haar, kommt besser zur Geltung. Außerdem ist auch wieder ein natürlicher Sonnenschutz vorhanden.
Wann sollte ich mich besser nicht für eine Eigenhaartransplantation/ Eigenhaarwurzelverpflanzung entscheiden?
Wenn dichtes Haar vorhanden ist und noch dichteres Haar gewünscht wird.
Was kann ich mit einer Eigenhaartransplantation/ Eigenhaarwurzelverpflanzung erreichen?
Auf ehemals kahlen Stellen auf dem Kopf oder in anderen Körperregionen wachsen mit nie geglaubter Natürlichkeit wieder neue Haare. Bei technisch guter Durchführung merkt die Umgebung nichts von dem Eingriff, nicht einmal dem Friseur fallen Narben oder Ähnliches auf.
Was passiert bei der Eigenhaartransplantation/ Eigenhaarwurzelverpflanzung genau?
Die Haarwurzeln aus dem Hinterkopf-/Nackenbereich sind niemals vom Haarausfall betroffen. Deshalb entnimmt der Arzt diese schmerzfrei in örtlicher Betäubung. Die Entnahmestelle wird mikrochirurgisch vernäht. Es verbleibt eine feine strichförmige Narbe, die vom Haupthaar überdeckt wird. Entsprechend geschultes Personal präpariert die Haarwurzeln. Diese kleinsten Einheiten - Grafts genannt - mit einer oder zwei beziehungsweise drei Haarwurzeln werden in kleinste feine Hautkanälchen transplantiert. Zur Rekonstruktion von Haaransatz und Geheimratsecken verwendet der Chirurg Einzelhaare. Dahinter werden dann Zweier- und Dreier-Haargruppen transplantiert. Somit wird ein völlig natürliches Aussehen erreicht.
Wird der Eingriff ambulant durchgeführt oder ist ein Klinikaufenthalt erforderlich?
Der Eingriff wird ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt. Die Behandlungszeit liegt zwischen zwei und vier Stunden, je nach Größe der zu behandelnden Fläche.
Erfolgt der Eingriff unter Vollnarkose?
Nein, es wird eine leichte Beruhigungstablette verabreicht. Bevor die Transplantate gesetzt werden, wird das Gebiet der Kopfhaut, auf das die Haare kommen sollen, zuerst mit einer Lösung aus einem Lokalanästhetikum unterspritzt. Dadurch schwillt die Haut an und dies erleichtert die Arbeit.
Wie bereite ich mich am besten auf die Eigenhaartransplantation/Eigenhaarwurzelverpflanzung vor?
Über Erkrankungen den Arzt informieren. Medikamente wie gewohnt einnehmen und mitbringen. Gerinnungshemmende Medikamente wie Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin) sollten drei Tage vor der Behandlung abgesetzt werden, ebenso Vitamin-E- und C-Präparate. Die Haare möglichst lang wachsen lassen, damit die Operationsgebiete gegebenenfalls damit überdeckt werden können. Auf keinen Fall vorher nochmals den Friseur aufsuchen. Eine ausreichend große Kopfbedeckung, am besten eine Baseball-Kappe mitbringen.
Was muss ich nach einer Eigenhaartransplantation/Eigenhaarwurzelverpflanzung beachten?
Körperliche Schonung für drei Tage ist gut für die Heilung. Der Patient darf erst ab dem dritten Tag nach der Operation seine Haare waschen. Leichter Sport ist nach einer Woche, Leistungssport nach zwei Wochen erlaubt. Sauna und intensive Sonnenbäder sind für vier Wochen tabu. Gegen kurzen Aufenthalt in der Sonne ohne Kopfbedeckung bestehen keine Bedenken. Ein längerer Aufenthalt in der Sonne ist nur mit Kappe möglich. Baden (Salzwasser oder Hallenbad) ist nach einer Woche erlaubt. Gesellschaftsfähig ist der Patient nach zehn bis vierzehn Tagen.
Welche Risiken gehe ich bei einer Eigenhaartransplantation/ Eigenhaarwurzelverpflanzung ein?
Das Infektionsrisiko ist gering, da die Kopfhaut gut durchblutet ist und Antibiotika gegeben werden. Der Eingriff erfolgt in den oberen drei bis fünf Millimetern der Haut, dementsprechend sind mögliche Nebenwirkungen zu werten. Nach der Operation bildet sich eine Kruste für sieben bis zwölf Tage, außerdem sind Schwellungen im Stirnbereich für drei bis fünf Tage möglich. Im Wundbereich kann ein Taubheitsgefühl auftreten. Die normale Kopfhautsensibilität kehrt nach zwei bis vier Wochen zurück, es dauert selten länger. Das Haarwachstum beginnt erst nach drei Monaten, da sich die verpflanzten Haarwurzeln in der neuen Umgebung regenerieren müssen. Alle Risiken sind erfahrungsgemäß vorübergehender Natur.
Muss ich später noch mal zum Arzt?
Eine Kontrolle am Tag nach der Behandlung ist möglich. Die Fäden (Hinterkopf) werden nach zwei Wochen beim Hausarzt oder Hautarzt oder beim behandelnden Arzt gezogen. Eine Kontrolle des Haarwachstums anhand einer Fotodokumentation wird nach sechs Monaten empfohlen.
Kann eine Eigenhaartransplantation/Eigenhaarwurzelverpflanzung rückgängig gemacht werden?
Je kürzer die Haare geschnitten werden, desto weniger sieht man davon, ebenso bei einer Haartransplantation. Dauerhafte Haarentfernung ist auch möglich, zum Beispiel mit einem Diodenlaser (vier bis fünf Sitzungen erforderlich, um 80 Prozent zu entfernen). Außerdem gibt es die Möglichkeit der Elektroepilation.
Kann (oder sollte) ich eine Eigenhaartransplantation/ Eigenhaarwurzelverpflanzung auch mehrmals machen lassen?
Man kann insgesamt etwa 50 Prozent aller Haarwurzeln aus dem Hinterkopf in mehreren Behandlungen entfernen, ohne dass es optisch auffällt. Mehrere Haartransplantationen sind erforderlich, wenn der Haarausfall fortschreitet oder eine höhere Haardichte in bereits behandelten Gebieten gewünscht wird.






